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Antifeminismus und Pädagogik

Montag, 1. Juli um 18:00 - 20:00

Antifeminismus und Pädagogik

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder öffentliche Debatten um eine an Vielfalt orientierte Pädagogik – diese sei „Umerziehung“, „Verschwulung“ und nicht zuletzt „grenzverletzend“, so die konservativen bis radikal rechten Gegner_innen. Besonders prominent wurde dies deutlich, als 2014 versucht wurde, die Novellierung des baden-württembergischen Bildungsplans zu stoppen, der auch das Thema Akzeptanz sexueller Vielfalt berücksichtigen sollte. Doch auch danach wurden diese Argumentationen wiederholt recycelt und auf unterschiedliche pädagogische Felder angewandt – zum Beispiel um schulische Sexualerziehung diskreditieren oder Antidiskriminierungsprojekte in ihrer Arbeit zu behindern. Der Vortrag widmet sich einem aktuelleren Beispiel antifeministischer Kampagnen: den Debatten um die 2018 erschienene Handreichung „Murat spielt Prinzessin, Alex hat zwei Mütter und Sophie heißt jetzt Ben“. Die Broschüre, die im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie entwickelt wurde und sich an Erzieher_innen richtet, befasst sich mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt als Themen frühkindlicher Inklusionspädagogik und sorgte – auch bundesweit – für Aufsehen. An diesem Beispiel werden mediale Diskurse, antifeministische Argumentationsmuster und die tatsächlichen pädagogischen Implikationen miteinander in Beziehung gesetzt – nicht zuletzt, um dadurch auch die größeren gesellschaftlichen und politischen Zusammenhänge zu verdeutlichen.

 

Vortrag und Diskussion mit Anna Lena Oldemeier. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt REVERSE (Antifeminismus als Krisenphänomen mit gesellschaftlichen Potenzial) an der Philipps-Universität Marburg. Zudem ist sie freiberuflich in der Jugendbildung tätig.

Montag, den 01.07.19 um 18:00 Uhr

Ort: „Kleiner Hörsaal“ Raumes 101 im Gebäude 2501 der Leibniz Universität Hannover

Details

Datum:
Montag, 1. Juli
Zeit:
18:00 - 20:00